Freitag, 14 März 2014 00:00

Unentschieden gegen Nachbar Österreich

Mut und etwas Zorn forderte Headcoach Uwe Sterzik von seinen Spielern nach der Niederlage gegen Irland und vor dem zweiten Spiel gegen Österreich: „Wenn ihr aus dem Wasser steigt und nichts zu erzählen habt, seid ihr nicht im Spiel und zu wenig aktiv gewesen.“ Aktivität in der Verteidigung und sich gegenseitig helfen, wie dies die Iren am Morgen gezeigt hatten, war die Vorgabe für die Defensive, „give and go“ – Passen und Freischwimmen – die Devise für den Angriff.

Die Schweizer starteten engagiert und verzeichneten gleich zwei Pfostenschüsse, auf der anderen Seite gab Domagoj Odrljin den nötigen Rückhalt, als den ersten Penalty der Österreicher abwehrte. Doch dazwischen lag das 1:0 der Österreicher, welchem diese kurz darauf das 2:0 folgen liessen. Bis zur Pause verkürzte die Schweiz noch auf 1:2, lag aber auch im zweiten Spielabschnitt wieder mit zwei Toren in Rückstand (2:4).

Dann folgte eine gute und kämpferische Phase, in denen endlich auch mal die Abschlussversuche der Schweizer den Weg ins Tor fanden. Mit einem 4:4 zur Pause war das Team von Uwe Sterzik wieder zurück im Spiel. Die Österreicher legten aber gleich wieder zwei Tore vor – und dann begann ein Hitchcockfinale, wie es der Altmeister nicht hätte besser gestalten können.

Immer wieder kamen die Schweizer heran, mussten aber auch immer wieder den Gegentreffer der Österreicher hinnehmen. Einmal mehr war es auch in dieser Phase Torhüter Domagoj Odrljin, der mit seinen Paraden sein Team im Spiel hielt. Mit einem 7:9 ging es in den letzten Spielabschnitt und erst mit dem 10:10 konnten die Schweizer erstmals ausgleichen. Und noch einmal ging Österreich in Führung, bevor Robin Pleyer zum Schlussresultat von 11:11 einschiessen konnte – in Führung hatte das Schweizer Team auch in diesem Spiel nie.

Erneut: Schade – es wäre mehr dringelegen… Die Vorgaben des Trainers wurden teilweise umgesetzt, die kämpferische Leistung wesentlich besser als am Vormittag, die Abschlussquote gesamthaft gesehen aber zu schwach.

Morgen (Lokalzeit 9.00 Uhr, 10.00 Uhr MEZ) muss die Schweiz gewinnen und auf die Schützenhilfe von Irland (gegen Österreich) hoffen, um sich noch über das Torverhältnis oder die Tordifferenz für die Runde der letzten Vier qualifizieren zu können.

Torschützen für die Schweiz: Kevin Müller (2), Azzedine El Mehrek (2), Stefan Velikov (1), Amadeo Cassina (1), Petar Bjelajac (2), Robin Pleyer (3)

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Freitag, 14 März 2014 00:00

Schweizer verschlafen den Start

Trainer Uwe Sterzik hatte seine Spieler gewarnt: „Wenn nicht jeder seine hundertprozentige Leistung bringt, wird es gegen die Iren nicht reichen.“ Und er sollte Recht behalten. Die Schweizer verschlafen den Spiel- und Turnierstart gründlich und unterliegen den aufopfernd kämpfenden Iren 7:9.

Bereits nach wenige Sekunden lagen die Schweizer 0:1 in Rückstand, schnell einmal hiess es dann bereits 0:3. Bis zum Viertelsende konnten die Schweizer den Rückstand nicht reduzieren, obwohl ihnen durch Robin Pleyer ein Tor gelang.

Die Iren hielten die Schweizer auch im zweiten Spielabschnitt auf Distanz und gingen mit einem beruhigenden 2:6 in die Pause – wobei die Schweizer ihrem Torhüter Philipp Frei zu verdanken hatten, dass der Rückstand nicht grösser wurde. Mit einigen schönen Paraden hielt er sein Team im Spiel.

Erst im dritten Abschnitt kamen die Schweizer etwas besser ins Spiel und profitierten auch davon, dass einige irische Spieler konditionell etwas nachliessen. So kamen sie einige Male auf drei Tore heran, mussten aber auch in die dritte Pause einen Viertorerückstand mitnehmen.

Erst gut 5 Minuten vor Schluss gelang es erneut Robin Pleyer, sein Team mit dem 6:8 wieder ins Spiel zurückzubringen, drei Minuten vor Schluss gelang dann Kevin Müller gar der Anschluss zum 7:8. Doch postwendend scorten auch die Iren wieder – 7:9. 50 Sekunden schien der Ball nochmals im Tor der Iren zu landen, doch der Keeper der Gastgeber konnte diesen auf der Linie stoppen.

Und das war’s dann schon – schade um die vergebenene und in Reichweite liegende Chance, erfolgreich ins EU Nations zu starten…

Torschützen Schweiz: Robin Pleyer (4), Oliver Galijas (1), Amadeo Cassina (1), Kevin Müller (1)

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Donnerstag, 13 März 2014 00:00

Unser Team am EU Nations Tournament in Limerick

1   Philipp Frei (Winterthur)

2   Kevin Müller (Aegeri)

3   Riccardo Luccato (Basel)

4   Marc Herzog (Kreuzlingen)

5   Oliver Fröhli (Horgen, Captain)

6   Azzedine El Mehrek (Lugano)

7   Oliver Galijas (Aegeri)

8   Stefan Velikov (Horgen)

9   Amadeo Cassina (Aegeri)

10  Petar Bjelajac (Horgen)

11  Robin Pleyer (Kreuzlingen)

12  Hrovoje Caleta (Horgen)

13  Domagoj Odrljin (Horgen)

 

Headcoach: Uwe Sterzik

Teamchef: Ruedi Stöckly

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Donnerstag, 13 März 2014 00:00

Grosse Ehre für die Schweizer Wasserballer

Bereits am Vortag des EU Nations Tournament im irischen Limerick kamen die Schweizer Wasserballer in Dublin zu grossen Ehren: Botschafterin Marie-Claude Meylan empfing die Schweizer Delegation zum Lunch.

Für Botschafterin Meylan, welche die Schweizer Vertretung erst vor rund eineinhalb Monaten übernommen hat, war es der erste offizielle Empfang an der Ailesbury Road – und natürlich auch für alle Spieler, Trainer und Betreuer das erste Mal, dass sie eine Schweizer Botschaft als Gast betreten durften.

Nach einem Apéro, welchen Botschafterin Marie-Claude Meylan zu intensiven Gesprächen mit den Spielern nutzte, kamen die Wasserballer in den Genuss eines ausgezeichneten Dreigangmenüs. In einem gepflegten, aber sehr ungezwungenen Rahmen genossen die Spieler diese spezielle Vorbereitung auf das EU Nations sichtlich.

Swiss Waterpolo bedankt sich nochmals ganz herzlich bei Botschafterin Marie-Claude Meylan für den Empfang und ihre Gastfreundschaft!

(Donnerstag, 13. März 2014 / wb)

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Dienstag, 11 März 2014 00:00

Neues Selbstverständnis der Schweizer Wasserball Nationalmannschaft

Am Freitag, 14. März 2014, startet die Schweizer Wasserball Nationalmannschaft im irischen Limerick als Titelverteidiger zum neu geschaffenen „EU Nations Tournament“, welches aus dem bisherigen 6-Nationenturnier auf 8 Teams erweitert wurde. Wer glaubt, dass sich die Schweizer auf ihrem überraschenden Sieg am 6-Nationenturnier 2013 in Frauenfeld ausruhen wollen, muss sich eines Besseren belehren lassen. Trotz eines starken – oder gar stärkeren – Teilnehmerfeldes als im letzten Jahr will Headcoach Uwe Sterzik mit seinem Team um den Turniersieg mitreden: „Erklärtes Ziel ist eine Medaille.“

Im Eröffnungsspiel trifft die Schweizer Auswahl am Freitagmorgen (9.00 Uhr) auf Gastgeber Irland – das Team, welches in Frauenfeld nach einer 14:11-Niederlage gegen die Schweiz noch mit einem dritten Schlussrang überrascht hatte. Wie ernst die Iren den Auftritt vor heimischen Publikum nehmen, zeigt die Tatsache, dass sie am Wochenende vor dem Turnier noch ein dreitägiges Trainingslager im ungarischen Szeged absolvierten.

Starke Österreicher
Bereits am Nachmittag (15.00 Uhr) spielt das Team von Uwe Sterzik gegen Österreich. Noch sind die Erinnerungen an den „Krimi von Frauenfeld“ präsent, in welchem die Schweizer die ganze Partie über mit bis zu vier Toren in Rückstand lagen, bevor sie in letzter Sekunden den Siegestreffer zum 13:12 erzielen konnten.

Doch Österreich überraschte vor kurzem mit einem Sieg im 4-Nationenturnier im Odense, einem Unentschieden im Vorrundenspiel gegen Gastgeber Dänemark und einem knappen Eintoresieg im Final gegen den gleichen Gegner. In der Entscheidung um den Turniersieg lagen die Österreicher immer im Rückstand – doch dieses Mal waren sie es, die sich in letzter Sekunde den Sieg sichern konnten.

Keine Bärenkämpfe
Der Samstag beginnt für die Schweizer erneut mit einem Morgenspiel (9.00 Uhr). Von den Schotten, die sich in Limerick auf das „Commonwealth Water Polo Tournament“ von Mitte April im heimischen Aberdeen vorbereiten wollen, darf ein körperbetontes Spiel erwartet werden. Ein Spiel, das den Schweizern grundsätzlich nicht behagt. „Unsere Spieler sind körperlich gut trainiert, doch gesamthaft bringen wir zu wenig Masse ins Wasser, weil uns zwei, drei ‚Brocken‘, wie sie die anderen Teams haben, fehlen“, analysiert Headcoach Sterzik.

Deshalb müssen die Schweizer versuchen, das Spiel wie bei ihren letzten Erfolgen schwimmerisch schnell zu gestalten. „Sobald wir uns auf ‚Bärenkämpfe‘ einlassen, haben wir verloren“, lacht der Coach.

Teilnehmerfeld mit Potential
In der anderen Gruppe treffen Dänemark, Tschechien, Wales und Malta aufeinander. Neben den Walisern, gegen welche die Schweizer im letzten Jahr klar (19:4) gewonnen hatten, könnten Dänemark (je ein Sieg und eine Niederlage im letzten Jahr) und Tschechien – trotz knapper Niederlage am 6-Nationenturnier 2013 (10:12) – ebenfalls in der Reichweite der Schweizer liegen.

Favorit dieser Gruppe und des gesamten Turniers ist sicher Malta, welches im letzten Jahr erst in den Playoffs der EM-Qualifikation gegen die übermächtigen Franzosen scheiterte. Idealerweise treffen die Schweizer erst im kleinen oder grossen Final auf dieses Team… Doch dank einer Überkreuzrunde (1 – 2, 3 – 4) und Platzierungsspielen werden alle Teams in Limerick auf 5 Spiele kommen.

Neues Selbstverständnis
Obwohl der Zeitpunkt des Turnieres für die Schweiz wegen fehlender Spielpraxis nicht optimal ist, nimmt das Team diese Herausforderung mit einem neuen Selbstverständnis an. Das Kader ist komplett und wird vom Headcoach als etwas gleich stark wie im letzten Jahr eingestuft, die Spieler sind hochmotiviert. „Dass auch schon einige, wenn auch immer noch zu wenige Überraschungsmomente im Spiel auftauchen, zeigt das neue Selbstverständnis, das im Team herrscht“, freut sich Uwe Sterzik.

Den letzten Schliff holten sich die Schweizer am letzten Wochenende bei idealen Bedingungen in Lugano mit Trainingsspielen gegen den Gastgeber. „Ein grosser Dank gilt nicht nur dem Gastgeber, sondern auch den Schiedsrichtern, die angereist sind, um unsere Spiele zu pfeifen“, hebt der Headcoach die Unterstützung seiner Auswahl durch Vereine und Funktionäre hervor.

Mit Videoanalysen der Frauenfelder Spiele aus dem letzten Jahr und dem Besuch eines Meisterschaftsspiels der höchsten Italienischen Liga zwischen Como Nuoto und Circolo Carnottiere Napoli (8:11) in Como sicherten sich die Spieler noch das letzte Quäntchen Inspiration und Motivation, welches für ein Erfolg in Limerick entscheidend sein könnte.

(Mittwoch, 14. März 2014/ wb)

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