Dienstag, 30 April 2019 07:44

U17 EM-Qualifikation in Malta

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Gestern ging es für die U17 Herren ab nach Malta an das Qualifikationsturnier für die Europameisterschaft. Die Spiele werden vom heute Dienstag 30. April bis Freitag 3. Mai im Freibad Tal-Qroqq Sports Complex in Gzira ausgetragen. Die ersten beiden platzierten Teams qualifizieren sich für die Europameisterschaft. Die Schweizer Mannschaft trifft dabei auf Gegner aus Polen, Tschechien, Griechenland und Malta selbst. Dabei sind vor allem die letzten beiden Nationen als sehr starke Gegner einzuschätzen, was für die Jungs aus der Schweiz eine grosse Herausforderung sein wird. Neben einigen erfahrenen Spielern wie Elias Mathis, Simon Regalado und Pietro Gazzini, sind unter anderem auch vier U15 Jungs mit dabei.
Seit letztem Herbst bereitet sich das Team auf dieses Turnier vor. Am Hora Memorial Turnier in Carouge hatten sie zum ersten Mal die Gelegenheit als Team zusammen zu spielen. Seit dem absolvierte die Mannschaft gemeinsam mit Trainer Janos Halapi 5 Kaderweekends und ein Trainingslager in Tenero. Teilweise fanden die Trainings gemeinsam mit der Damen Elite Nationalmannschaft statt, wobei beide Teams auch die Möglichkeit hatten, gegeneinander und mit den neuen Regeln zu spielen. Instruiert wurden sie dabei von Schiedsrichter Ruben Garcia, der die Trainingsspiele gepfiffen hat und den Teams die neuen Regeln erklärte.


Schweizer Team:
Federico Carminati (Lugano NPS)
Dzenan Cikotic (WBA Tristar)
Adriano De Sanctis (Aquastar)
Francesco Di Febbo (SC Winterthur)
Paolo Donelli (Lugano NPS)
Pietro Gazzini (Genève Natation 1885)
Carol Greb (Aquastar)
Stefano Losito (Carouge Natation)
Elias Mathis (SC Frosch Aegeri)
Manuel Meier (WBA Tristar)
Dominic Mlcoch (SC Horgen)
Matthieu Pittet (Genève Natation 1885)
Simon Regalado (Genève Natation 1885)
Flurin Rickenbach (SC Kreuzlingen)
David Szalai (Carouge Natation)

Trainer: Janos Halapi
Team Betreuerin: Marijane Oehler

Spielplan:

Dienstag 30.04.2019             
 18:15  SUI - CZE      
 19:30 POL - GRE      
             
 Mittwoch 01.05.2019            
 09:00 GRE - SUI      
10:15 MLT - POL      
             
17:30 CZE - GRE      
18:45 SUI - MLT      
             
Donnerstag 02.05.2019            
18:15 POL - SUI      
19:30 MLT - CZE      
             
Freitag 03.05.2019            
18:15 CZE - POL      
19:30 GRE - MLT      

 

Bericht: Vesselina Velikova
Bilder: Marijane Oehler

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Montag, 07 Mai 2018 08:44

Erste Testtage in Basel und Genf

In Basel und Genf fanden dieses Wochenende die PISTE-Testtage statt.

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Freitag, 13 März 2015 13:32

Willkommen in der Realität

Das erste Spiel der U17-Herren gegen den Gastgeber Malta liess unser Team hart in der Realität aufschlagen. Malta gewann mit 20:4 gegen die Schweiz.

Die Anfangsnervosität und jugendliche Unerfahrenheit führte zu einem grossen Rückstand im ersten Viertel. Im zweiten Viertel konnte sich die Mannschaft wieder etwas fassen, doch es war bereits zu spät, die Malteser nutzten ihren Vorsprung und hielten diesen geschickt aufrecht. Nach dem Seitenwechsel musste Janos Halapi bereits nach 1 Minute und 20 Sekunden und 3 Kontertoren ein Time-Out nehmen. Das vierte Kontertor folgte kurze Zeit nach dem Time-Out, erst danach konnte sich das Team wieder sammeln. Diese hohe Niederlage lässt auf die vergebenen Chancen und Fehler der Mannschaft zurückführen. Unser Schweizer Torwart brillierte trotz der vielen Tore und konnte eine noch höhere Niederlage verhindern.

Yannic Dudler: 2 Tore
Maurice Corbach: 1 Tor
Emilio Honegger: 1 Tor

Heute Abend um 1815 Uhr will die U17 Herren Mannschaft aus ihren Fehlern gelernt haben und beweisen, dass sie es besser können.

 

 

13.03.2015 Stefan Keel

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Dienstag, 14 Oktober 2014 00:00

Der Wasserballnachwuchs im Tutti Talenti in Tenero

Bei strahlendem Sonnenschein trafen die 11 Athletinnen und 16 Athleten der U17 am Sonntag, 21. September 2014 im CST in Tenero ein. Neben Aktivitäten und Events im Zeichen von Swiss Olympic bot die 3T-Woche optimale Trainingsbedingungen im und ausserhalb des Beckens. Beim offiziellen 3T Opening am Sonntag wurden die Athletinnen und Athleten begrüsst und mit ihrer Wochenaufgabe, dem Cup-Song, vertraut gemacht (eine Aufgabe, welche mit Event von Donnerstagabend von allen Athletinnen und Athleten erfolgreich erfüllt wurde).

Montag bis Freitag standen täglich 4 Stunden Wasser, ein bis zwei Krafteinheiten und zusätzlich Mitte Woche eine spezielle Koordinationslektion auf dem Programm. Sprich, die U17 Herren um Janos Halapi und Werner Stohler absolvierten in dieser Woche rund 32 Trainingsstunden. Bei den U17 Damen waren es 28 Stunden; wobei das gemeinsame Training mit den Synchronschwimmerinnen am Mittwochmorgen die Beine mehr als nur beanspruchte und auf spielerische Weise die Paralellen beider Sportarten aufzeigte. Der Einsatz und die Leistungsbereitschaft in beiden Wasserball Teams war sehr gut und der Team Spirit unter- und miteinander grossartig, so dass gemeinschaftliche Aktionen zum festen Bestandteil in der Woche wurden.

Auch die Coaches und Team-Betreuer waren in dieser Woche gefordert, um gemeinsam mit ihren Talenten die Weichen für die bevorstehenden Zielanlässe zu stellen. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei unseren Spielerinnen und Spielern für die tolle und disziplinierte Woche und bei Swiss Olympic und dem CST für die super Organisation – wir freuen uns auf das Wiedersehen in Mai 2015! 

Janos Halapi, Coach Herren U17
Werner Stohler, Teamchef Herren U17/U19 und Trainer U17 Damen
Evelyn Thomas, Teammanagerin Nachwuchs und Damen

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Dienstag, 22 April 2014 00:00

Ein Versprechen für die Zukunft

Fünfter Platz am 8-Nationenturnier von Brno (CZ), 3 Siege aus 5 Spielen, ein Torverhältnis von 74:35 – das sind die nackten Fakten nach einer bemerkenswerten Leistung einer Schweizer U17-Auswahl, die vor dem Turnier kaum über internationale Erfahrung verfügte, sich aber über Ostern im wie auch neben dem Bassin mit einem souveränen und disziplinierten Auftritt für weitere Aufgaben empfohlen hat. Zum Beispiel für die EM-Qualifikation im nächsten Jahr, in welcher das Teilnehmerfeld für die Titelkämpfe 2016 in Malta bestimmt wird.

Doch trotz des Erfolges bleibt Teamchef Werner Stohler kritisch. „Gegen Polen (6:12) hätten wir gewinnen müssen – unser Platz in diesem Turnier hätte aufgrund der Spielstärke der dritte sein müssen.“ Eine Beurteilung, die Perspektiven für die Zukunft eröffnet.

Umso mehr, als die Schweizer überwiegend mit Spielern der Jahrgänge 1998 und 1999 antraten, die auch im nächsten Jahr noch spielberechtigt sind.

Keine optimale Vorbereitung

Noch bis kurz vor dem Turnier in Brno hatte die Teamleitung mit Werner Stohler und U17-Nationaltrainer Janos Halapi daran gezweifelt, ob es richtig ist, teilzunehmen. Denn die Meisterschaftsplanung der Nationalliga B, in welcher das U17-Team mitspielt, erlaubt keine regelmässige Trainings und Zusammenzüge der Nachwuchsspieler.

„Doch wir waren am richtigen Ort“, gesteht sich Stohler im Nachhinein ein, „das Turnier war stufengerecht, wir können sichtbare Resultate vorweisen und durften erkennen, dass wir Potential gegen vorne haben.“ Und dies trotz einer Auslosung, welche den Schweizern bereits in den Gruppenspielen den späteren Turniersieger Maalta und den Turnierdritten Polen bescherte.

Optimaler Einstieg

Das erste Spiel gegen ein überfordertes Schottland – „Scottish Boys U17 team had a baptism of fire (Feuertaufe) in the 8-Nations in Brno“, beurteilt der eigene Verband – bekundeten die Schweizer keine Mühe und gewannen sicher mit 28:3. Gegen den späteren Turniersieger Malta, dessen Team im Hinblick auf die EM im eigenen Land über längere Zeit täglich zusammen trainiert, kämpften die Schweizer hervorragend und verloren nur knapp mit 6:11.

Die Niederlage gegen den späteren Dritten Polen (6:12) sieht Werner Stohler als Schlüsselpartie des Turniers: „Diese Partie hätten wir zu unseren Gunsten entscheiden müssen.“ Doch statt im Halbfinal mussten die Schweizer in den Playoffs gegen Wales antreten – und gewannen erneut gegen ein Team der britischen Inseln klar mit 21:4.

Engagiert und diszipliniert

Im fünften Spiel innert drei Tagen zeigte der Schweizer Nachwuchs nochmals Charakter: Trotz der grossen Müdigkeit spielten die Schweizer sehr diszipliniert und sicherten sich mit einem klare 13:5 Sieg gegen Tschechien den guten 5. Platz. „Erfreulich war auch, dass unser Team – im Gegensatz zu einigen andere Nationen – diese Disziplin auch neben dem Bassin und am Abend zeigte“, freut sich Werner Stohler.

Teamchef Werner Stohler und U17-Nationaltrainer Janos Halapi ziehen ein positive Bilanz, denn das Konzept, die Strukturen mit dem Perspektivenkader U15 in Carouge sowie den 3T-Trainingslagern in Tenero stimmen, die zukünftige Saisonverlängerung durch die neue ‚Schweizer Meisterschaft‘ sei vielversprechend, die Spieler engagiert – es gebe keine Ausreden mehr.

Alles in allem sei Brno eine „gelungene Kampagne“ gewesen, glaubt Werner Stohler – und fügt an: „Noch nie waren die Voraussetzungen so gut. Und es ist noch viel mehr möglich.“

Das Team von Brno:

G. Domokos (Basel); N. Krstic (Bissone); A. Bottaccio, I. Kusar (Carouge); V. Albers, M. Calcagno, M. Lindner, J. Möckli, D. Müller, D. Strickner, Y. Dudler (Kreuzlingen); J. Schmuki, Y. Schmuki, M. Corbach (Schaffhausen), S. Mejdi (Zug)
Nationaltrainer: Janos Halapi, Teamchef: Werner Stohler

 

 brno

 

(Dienstag, 22. April 2014 / wb)

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Dienstag, 15 April 2014 00:00

U17-Team will internationale Erfahrung sammeln

Vom kommenden Donnerstag bis Sonntag (18. – 20. April 2014) spielt die Schweizer U17 Auswahl der Herren im tschechischen Brno ein 8-Länderturnier. In den Gruppenspielen trifft die Schweiz dabei auf Schottland, Malta und Dänemark, in der anderen Gruppe messen sich Irland, Österreich, Wales und Gastgeber Tschechische Republik.

Das Ziel von U17-Nationaltrainer Janos Halapi für sein Team, welches sich aus Spielern der Jahrgänge 1997-99 zusammensetzt, ist klar: „Wir wollen internationale Erfahrung sammeln, schauen, wo wir international stehen und die Routinen eines solchen Turniers kennenlernen.“ Das letzte Teilziel formuliert der Nationalcoach auf Grund der Erfahrungen aus der letztjährigen EM-Qualifikation, in welcher die jungen Spieler noch von der Teampräsentation vor dem Spiel und dem Abspielen der Nationalhymne überrascht wurden.

„Für beinahe alle Spieler sind dies die ersten internationalen Spiele, in denen sie zum Einsatz kommen“, begründet Halapi seine tief gehaltene Zielsetzung. Erschwerend kommt dazu, dass einige Spieler wegen der späten Ansage des Turniers nicht verfügbar sind, da sie bereits mit ihren Clubs Trainingslager oder mit ihren Eltern Ferien gebucht haben. So bietet das Turnier auch neuen Nachwuchsspielern die Möglichkeit, sich für die Zukunft für das U17-Team zu empfehlen.

Die U17-Auswahl, welche die Schweizer Nationalliga-B-Meisterschaft bestreitet, hat für Janos Halapi das Potential, sich international zu entwickeln. Was im Hinblick auf die EM-Qualifikation 2015, zu welcher dann nur die Jahrgänge 1998-2000 zugelassen sind, auch gefordert ist.

Das Aufgebot für Brno:
G. Domokos (Basel); N. Krstic (Bissone); A. Bottaccio, I. Kusar (Carouge); V. Albers, M. Calcagno, M. Lindner, J. Möckli, D. Müller, D. Strickner, Y. Dudler (Kreuzlingen); J. Schmuki, Y. Schmuki, M. Corbach (Schaffhausen), S. Mejdi (Zug)
Nationaltrainer: Janos Halapi, Teamchef: Werner Stohler

(Dienstag, 15. April 2014 / wb)

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Dienstag, 17 Dezember 2013 00:00

Interregioturnier U17 Lugano, 7./8. Dezember 2013

Dieses Jahr wurde das Interregio U17-Turnier mit Teams aus allen 5 Regionen durchgeführt, was zu 10 Spielen während der zwei Turniertage in Lugano führte. Alle Spiele wurden über die übliche Spieldauer von 4 x 8 Minuten durchgeführt; im Einsatz standen 5 Schiedsrichter und ein Delegate.

Zwischen den Teams aus den verschiedenen Regionen waren bezüglich des Spielniveaus und der physischen Verfassung grosse Unterschiede erkennbar. Die lässt sich auch darauf zurückzuführen, dass einzelne Auswahlteams wie schon 2011 mit mehreren U15-Spielern angereist waren. Für die Zukunft ist zu hoffen, dass alle Regionalauswahlen mit ihren U17-Spielern anreisen werden und so das Niveau und die Ausgeglichenheit des Turniers heben.

In der diesjährigen Austragung dominierte der Turniersieger RSI (Regione Svizzera Italiana) deutlich, im Spiel um Platz zwei konnte sich ROS (Region Ostschweiz) gegen RSR (Région Suisse Romande) erst in der zweiten Spielhälfte durchsetzen. In der Begegnung um Rang vier entschied RZW (Region Zentralschweiz West)ebenfalls erst in der zweiten Hälfte das Spiel und gewann gegen RZO (Region Zentralschweiz Ost).

(Dienstag, 17. Dezember 2013 / wb)

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Sonntag, 29 September 2013 00:00

Tutti talenti a Tenero: Positive Bilanz

Die Wasserball-Verantwortlichen ziehen nach dem „Tutti talenti a Tenero“ eine positive Bilanz: In allen Bereiche – schwimmerisch, balltechnisch, kraftmässig etc. – konnte intensiv und gut trainiert werden.

Während insgesamt 17 Stunden trainierten die 18 Nachwuchssportler, aus denen die neue U17-19-Nationalmannschaft gebildet werden soll, im Wasser, zusätzliche sieben Stunden im Kraftraum.  

„Die Jungs haben viel profitiert, viele Erfahrungen gesammelt, und das Wichtigste: alle fuhren zufrieden wieder nach Hause“, fasst Nachwuchscoach Janos Halapi die Woche zusammen.

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Samstag, 21 September 2013 00:00

3T Tenero: Neuorientierung in der Nachwuchsförderung

Am Sonntag, 22. September 2013, beginnt in Tenero das „Tutti talenti a Tenero“ – das einwöchige grosse Treffen Schweizer Nachwuchssportlerinnen und –sportler. Für die 21 Nachwuchswasserballer von Swiss Waterpolo bildet dieses Trainingslager auch den Auftakt zu einem neuen Konzept der Nachwuchsförderung.

Ausschlaggebend für eine Neuorientierung und -konzipierung waren die mässigen Erfolge der U19- Nationalmannschaft 2012 und des U19-Auswahlteams 2013 im Rahmen der Europameisterschaftsqualifikation. Obschon beide Teams intensiv auf diese Anlässe vorbereitet wurden und der Verband auch Geld dafür sprach, blieb nicht viel mehr übrig als Ernüchterung. Und die Gewissheit, dass etwas geändert werden muss.

Keine U19-EM-Qualifikation
Auf den Versuch, sich mit dem U19-Team für die Europameisterschaften 2014 zu qualifizieren, verzichtet Swiss Waterpolo. Dafür wird mit den Jahrgängen 1997/1998/1999 und den stärksten Spielern des Jahrgangs 2000 längerfristig und intensiver auf die U17-Europameisterschaftsqualifikation 2015 und die U19-Europameisterschaftsqualifikation 2016 hingearbeitet.
Beide Nachwuchsteams werden in der Vorbereitungszeit 2014/2015 (U17) bzw. 2016 (U19) aktiv an der Nationalliga-B-Meisterschaft teilnehmen, da das Niveau der zweithöchsten Spielklasse in etwa dem der europäischen Nachwuchselite entspricht.

In NLB-Meisterschaft integriert
Der Jahrgang 1997 ist bereits jetzt als Verstärkung in der Nationalliga-B-Meisterschaft 2013/2014 integriert, mit dem Ziel, die U19-EM-Qualifikation 2016 mit den Jahrgängen 1998/99ern zu bestreiten. Die Jahrgänge 1995/1996, die für die U19-EM-Quali 2014 vorgesehen waren, werden bereits ins erweiterte Kader der Elite-Nationalmannschaft integriert, damit kein talentierte Spieler verloren geht.
Das Fazit ist so einfach wie klar: Um international Fuss zu fassen, ist definitiv mehr Aufwand nötig. Dementsprechend werden mit den Spielern, die für dieses Programm in Frage kommen. entsprechende Vereinbarungen getroffen.


(Samstag, 21. September 2013 / wb)

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Montag, 13 Mai 2013 00:00

U17 hat das Minimalziel nicht erreicht

„Ein Sieg gegen Bulgarien wäre Pflicht gewesen – den haben wir nicht erreicht und damit die Erwartungen klar nicht erfüllt“, fasst Werner Stohler, Teamchef des U17-Nachwuchsnationalteams, die Schweizer Leistungen am Qualifikationsturnier für die U17-Europameisterschaften 2013 in Malta kritisch zusammen. Doch lange Zeit für Enttäuschung bleibt nicht – bereits auf dem Rückflug aus der Türkei arbeitete er zusammen mit Teamcoach Janos Halapi an Ideen für eine konzeptionelle Neuausrichtung des Herrennachwuchsteams.

„Das Team war nicht mehr in der Lage, das umzusetzen, was von ihm erwartet wurde. Und dies, obwohl der Gegner schwächer war“, analysiert Stohler das Spiel gegen die Osteuropäer. Nach drei hohen Niederlagen fehlte dem Schweizer Nachwuchs im letzten Spiel des Turniers wohl nicht nur die körperliche, sondern auch vor allem die mentale Substanz. Und internationale Erfahrung – fünf Spieler absolvierten im Schweizer Team ihre ersten Einsätze auf internationaler Ebene.

Briten als Vorbild?

Das Leitungsteam ist ernüchtert. Der grosse Aufwand – und damit ist nicht nur der finanzielle angesprochen – hat sich nicht ausbezahlt. Zu gross waren die Unterschiede bezüglich Schnelligkeit, Spielverständnis, Taktik und Körperstärke. „Trainingsbedingte Defizite“, ist Werner Stohler überzeugt. Noch im letzten Jahr, so die Einschätzung des Teamchefs, war der Schweizer Nachwuchs mit Grossbritannien auf Augenhöhe. In diesem Jahr war nach zwei Vierteln und einem 0:8-Rückstand der Erfolgszug schnell abgefahren. Auf der anderen Seite vermochten die Briten den Russen lange das Wasser zu reichen und verloren erst im dritten Viertel den Anschluss.

Grossbritannien hat ein vergleichbares Konzept wie die Schweiz, arbeitet ebenfalls mit Clubtrainern auf Stufe der Auswahlmannschaften. „Doch die Nationalspieler haben die Auflage, je zwei zusätzliche Schwimm- und Krafttrainings pro Woche zu absolvieren“, beschreibt Werner Stohler den kleinen aber wesentlichen Unterschied.

Mehr Training gefordert

Und er ist überzeugt, dass auch der Schweizer Nachwuchs strenger in die Pflicht genommen werden muss: „Wasserball als Leistungssport war bisher zu billig, jeder konnte mitmachen, unabhängig des Trainingsaufwandes.“ Doch ein Potential an talentierten Spielern, die sich ohne grossen Trainingsaufwand international durchsetzen könnten, ist in der Schweiz schlichtweg nicht vorhanden.

Damit gilt auch für den Wasserballsport, was in anderen Schweizer Teamsportarten beobachtet werden kann: Erfolg muss erarbeitet werden – nur Schweizer Sportler, welche die Komfortzone verlassen und sich dem Leistungssport verpflichten, haben Chancen, auf dem höchsten Niveau mitzuspielen. Auch viele Spieler der aktuellen Schweizer Eishockeynationalmannschaft wurden im Juniorenalter über zehn Trainingseinheiten und zwei Spiele pro Woche zu dem, was sie heute sind.

Entwicklungsprozess läuft

Auch wenn die Erfolge (noch) nicht eingetroffen sind, ist der Teamchef überzeugt, dass konzeptionell bereits die richtigen Schritte eingeleitet worden sind. So haben die U17-Spieler die Möglichkeit, sich in der Promotion Waterpolo League an stärkeren Teams zu messen. Und im Frühjahr werden dem Nachwuchs im Talentcamp in Tenero während einer Woche ideale Trainingsbedingungen zur Verfügung stehen.

Mit einer Optimierung des Spielkalenders und einigen konzeptionellen Anpassungen kann der Entwicklungsprozess im Schweizer Wasserballsport damit weitergehen. Doch nur, wenn auch die Spieler sich dem Leistungssport verpflichten. Damit Auswahlteams wieder etwas Elitäres, sprich Einzigartiges, werden.

(13. Mai 2013 / wb)

 

Resultate und Rangliste der Gruppe C der U17 EM-Qualifikation in Istanbul

Russland – Grossbritannien 11:6

Türkei – Schweiz  25:1

Russland – Schweiz 28:1

Bulgarien – Grossbritannien  3:8

Grossbritannien– Schweiz 11:3

Türkei – Bulgarien  25:2

Russland – Bulgarien  29:3

Türkei – Grossbritannien 16:8

Schweiz – Bulgarien  5:11

Türkei – Russland 13:14

 

Rangliste

1. Russland 12 Punkte (82:23)

2. Türkei 9 Punkte (79:25)

3. Grossbritannien 6 Punkte (33:33)

4. Bulgarien 3 Punkte ( 19:67)

5. Schweiz 0 Punkte (10:75)

Published in U17 NW