Überraschungscoup nicht gelungen

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Die Qualifikation zur U19-EM in Minsk wurde nicht erreicht.

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U19 Kranj

 

Die Herren U19 Nationalmannschaft ist am 8. Mai 2018 nach Kranj in Slowenien gereist, um an dem Qualifikationsturnier zur Europameisterschaft 2018 teilzunehmen. Das Turnier fand im wunderbaren Pokriti Olimpijski Bazen Kranjvom 11. -13. Mai statt. Nebst den Gastgebern trifft das Team noch auf Rumänien und Malta. Das Turnier stellt auch den Abschluss einer Vorbereitung dar, bei der das U19 Team die ganze Saison in der NLB mitspielte. Diese lange und zum Teil intensive Vorbereitungsphase hat das Team zusammengeschweisst, zudem vermitteln die Athleten einen sehr guten eingespielten Eindruck.

 

1. Spieltag / Freitag 11.05.2018 / Slowenien – Schweiz 10:6 (2:0; 3:0; 3:4; 2:2)

Eine grosse Chance verpasst …

Im Auftaktspiel der Europameisterschaftsqualifikation traf das Schweizer Team auf den Gastgeber Slowenien. Obschon die Slowenen favorisiert waren, rechnete sich die Equipe um Trainer Radoslav Moldovanov Chancen aus, vor allem weil es Ende März in einem Turnier in Beceij gelang die Slowenen knapp zu schlagen.

In den ersten 2 Minuten setzte das Team die Spielidee perfekt um, kam zu zwei hundertprozentigen Torchancen, die leider nicht genutzt wurden. Die Slowenen hingegen waren in ihren Aktionen sehr treffsicher und führten nach dem ersten Viertel 2:0. Im zweiten Viertel trafen die Schweizer 2x die Torumrandung und konnten 3 Überzahlsituationen auch nicht nutzen. Die Slowenen bestraften individuelle Abwehrfehler und führten zur Halbzeit mit 5:0.

Im dritten Viertel platzt der Knoten, die Schweiz verkürzte auf 5:3 und hatte ins Spiel gefunden. In dem ausgeglichenen 3. Viertel gelangen den Slowenen in der Druckphase der Schweiz drei Konter, die sie kompromisslos nutzten. Mit einem Rückstand von 4 Toren versuchte die Schweiz im 4. Viertel das Blatt noch zu wenden, es gelang auch ein sehr schnelles Tor zum 8:5. Wieder war die Wende greifbar nahe, doch Schusspech (2x Aluminium) und Fehler im Verteidigungsspiel verhinderten den Umschwung und so verlor die Schweiz nach glücklosem Spiel mit 10:6.

Leider hat die Mannschaft eine grosse Chance aus den Händen gegeben, das Heimteam zu bezwingen. Jetzt wird es im weiteren Turnierverlauf schwierig die Qualifikation zur EM in Minsk zu erreichen. Im Spiel gegen die sehr starken Rumänen braucht es daher eine ausserordentliche Leistung.

U19EMQuali 2018 05 11
Slowenien - Schweiz / Pokriti Olimpijski Bazen Kranjvom (SLO)

 

2. Spieltag / Samstag 12.05.2018 / Schweiz – Rumänien 2:10 (0:1; 2:2; 0:4; 0:3)

Hochkonzentriert zu einem Achtungsergebnis

Gegen die stärkste Mannschaft der Gruppe – drei Elitespieler sind in Rumäniens U19 vertreten hat Coach Radoslav Moldovanov eine defensive Taktik gewählt und das Team ist engagiert und konzentriert dieser Aufgabe nachgegangen.

Im ersten Viertel wurde durch sehr frühes und aggressives Pressing verhindert, dass die Rumänen eine freie Schussbahn hatten. Erst gegen Viertelsende fiel die Führung für Rumänien. Im zweiten Viertel konnte die Schweiz weiterhin gut mithalten mit dem Favoriten und lag nur mit 2:3 zurück, sogar eine Führung wäre nach 2 Lattentreffer nicht unverdient gewesen. Zu Beginn des dritten Viertel hatte die Schweiz keine Fortune, zuerst landet ein Angriff am Pfosten des rumänischen Gehäuses, dann erzielen die Rumänen ein strittiges Tor, bei dem der Ball von der Latte auf die Linie fällt und die Schiedsrichter den Ball hinter der Linie sehen. Im weiteren Verlauf zeigte sich nun aber auch die körperliche Stärke der Rumänen, die nun ihren Vorsprung ausbauten auf das Endergebnis von 2:10.

Die Schweizer Equipe hat die unnötige Niederlage gegen Slowenien gut verdaut, gegen Rumänien eine sehr gute und konzentrierte Leistung gezeigt und durch Spielverlauf und Ergebnis einen Achtungserfolg erzielt.

 

3. Spieltag / Sonntag 13.05.2018 / Schweiz – Malta 9:11 (3:3; 2:3; 1:2; 3:3)

Das letzte Spiel in Kranj

Im für die Qualifikation bedeutungslosen Spiel wollten beide Teams sich mit einem Sieg aus dem Turnier verabschieden. Die offensiv und schwimmerischen Malteser setzen dabei auf ihre Offensive und Konterstärke, während die Schweiz aus einer sicheren Abwehr spielen wollte. So lautete auch der Matchplan, den Fokus auf die Verteidigung zu legen und durch Ausnutzen der ganzen Angriffszeit keine unnötigen Konter zu bekommen. In den ersten drei Vierteln gelang das auch sehr gut. Malta konnte kaum kontern, die Schweiz stand gut und lag nur 5:6 zurück. Im dritten Viertel ermöglichte ein toller Centerpass den Ausgleich zum 6:6. Dann aber gelangen Malta zwei Konter zum 6:8, während die Schweiz eine Konterchance vergab und auch der Pfosten für Malta rettete. Zudem fiel kurzfristig Kapitän Noah Dudler durch einen Cut am linken Auge aus. Im Schlussviertel konnte sich das Team von Trainer Radoslav Moldovanov wieder auf 9:10 herankämpfen, doch etwas glücklich Erzielte Malta 15 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer zum 9:11.

 

Bilanz

Die Schweizer U19 Spieler haben eine sehr gute, aber leider glücklose Qualifikation gespielt. In den drei Spielen konnte die Schweiz mithalten, die Gegner spielerisch und körperlich fordern, aber in den entscheidenden Situationen fehlte auch etwas Fortune, um den grossen Coup zu erreichen. Das Team, das alle wasserballspielenden Teile der Schweiz vereinte, war gut vorbereitet auf das Turnier, die Teilnahme in den vergangenen zwei Jahren in der NLB haben das Zusammenspiel und den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft gestärkt.

Das Turnier hat gezeigt, dass wir mit unserer Nachwuchsarbeit U15-U17-U19 auf dem richtigen Weg sind. Bei fast gleich viel geschossenen Toren, konnten wir die Zahl der Gegentreffer um fast die Hälfte reduzieren, sodass das Torverhältnis mit -14 deutlicher besser war als noch jenes vor 2 Jahren in Baku mit -26. Der Abstand ist da, aber deutlich kleiner geworden.

 

 

Berichte: G. Filleböck (Teamchef U19 NM)
Teambild: Yorazzi Pictures

Read 311 times Last modified on Dienstag, 15 Mai 2018 11:22

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