Bronze am EU Nations

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Mit einem erfolgreichen Schlussspiel holt sich das Schweizer Nationalteam in Prag den 3. Rang!

 Team EU Nation Elite Men 2018
Die erfolgreiche Sterzik-Stöckly-Truppe.

 

2018 EU Nations Men Waterpolo Tournament (Prag)

Freitag 18. Mai 2018

England– Switzerland 11 : 4 (2:0, 1:0, 3:0, 5:4)

Schweiz: Henzi, Carballo,  Herzog M. (Captain), Herzog Joel, Milovanovic M. (1), Milovanovic N (1), Cassina, Herrmann, Velikov, Albers, Geiser, Pleyer (2), Dudler Y.
Strafen: 5/10 
Schweiz ohne Dokic, Herzog Philipp (überzählig)
Zuschauer: 250              
Swimming Pool Complex at Podoli, Prag

Schwieriges Spiel
Die Engländer gelten als schnelle Konterspieler mit einem ausgeprägten Sinn für ein aggressives Pressing. Dementsprechend erwartete das Schweizer Team seinen Gegner und genauso entwickelte sich dann auch der Spielverlauf.  Beide Mannschaften kontrollierten sich gegenseitig und waren darauf bedacht, dem Rivalen keine Fehler zuzugestehen. Das erste Tor der Engländer fiel nach einem weiten Abwurf seines Torhüters zum Sturmkollegen, welcher ohne Mühe allein vor Henzi das Skore eröffnete. Die Schweizer wirkten zum diesem Zeitpunkt etwas unsortiert und hatten erhebliche Mühe, das Spiel nach vorne aufzubauen. Die Briten pressten schon früh und so kam die Schweizer Offensive nicht in Fahrt. Erfolgte mal ein Weitschuss, war dieser zu schwach oder zu unplatziert und eine sichere Beute für Matt Holland im gegnerischen Tor. Im Überzahlspiel zeigten sich die Engländer effizienter und erzielten so auch das 2:0. Nach zwei Durchgängen führten sie mit drei Toren Vorsprung, den man aber durchaus noch aufholen konnte. Es fehlte dem Sterzik Team einzig das Erfolgserlebnis eines erfolgreichen Torschusses. Auch im dritten Viertel blieb er aus. Die Briten ihrerseits erzielten Treffer um Treffer und lagen vor Beginn des letzten Umgangs mit 6:0 in Front. Fünf Minuten vor Spielende setzte Pleyer endlich die erste Marke, auf die bald schon die zweite folgte. Die jungen Milovanovic Zwillinge setzten sich ebenfalls in Szene und konnten so das Resultat noch in vernünftigem Rahmen halten, was auch Henzi im Schweizer Tor zu verdanken war.
Der Sieg der Engländer geht in Ordnung. Sie spielten abgezockt, effizient und führten Alles in Allem die feinere Klinge. Coach Sterzik wird seine Spielern fürs nächste Spiel gegen Litauen entsprechend einstellen, um sie auf den Siegespfad zurück zu führen.

 

Litauen– Switzerland 6 : 9 (2:2, 0:1, 1:5, 3:1)

Schweiz: Henzi, Carballo (2),  Herzog M. (Captain), Herzog Joel (2), Milovanovic M., Milovanovic N., Cassina (2), Herrmann, Herzog Philipp (1),  Dokic (1), Albers, Pleyer (1), Dudler Y.
Strafen: 5/5                         
Schweiz ohne Geiser, Velikov (überzählig)
Zuschauer: 235                 
Swimming Pool Complex at Podoli, Prag

Arbeitssieg
Das Schweizer Ensemble begann gegen die wasserballtechnisch weitgehend unbekannten Litauer offensiver. Etwas Zählbares schaute dabei trotz gutgemeinten Versuchen vorerst nicht heraus. Im Gegenteil, Torhüter Henzi zeigte sich wachsam und verhinderte mehrmals einen frühen Rückstand. Beim zweiten Überzahlspiel gelang Carballo endlich die Führung und Cassina nutzte den Schwung gleich zum 2:0 für die Eidgenossen aus. Die erste Pause vor Augen, liessen die Schweizer etwas nach. Prompt gelang dem Gegner mit zwei sehenswerten Lobbällen der Gleichstand. Im zweiten Abschnitt war es wiederum Cassina, dem mit einem herrlichen Schlenzer die erneute Führung gelang. Mit diesem Resultat wechselte man die Seiten. Im nächsten Viertel sah man dann endlich eine stark aufspielende Sterzik Truppe.  Es gelang ihr Tor um Tor, eines schöner als das andere. Litauen konnte sich kaum mehr in Szene setzen und männiglich glaubte, diese Entwicklung würde sich auch im letzten Umgang fortsetzen. Doch weit gefehlt. Die Osteuropäer konnten sich nochmals deutlich steigern und wehrten sich mit Kräften gegen die drohende Niederlage. Der eingelegte Schongang der Schweizer lud die Litauer förmlich ein, ihre Torbilanz zu verbessern. Der Rückstand aus dem dritten Abschnitt war aber schlussendlich zu hoch, als dass man das Spiel noch hätte drehen können. Coach Sterzik war mit dem Spiel, nicht aber mit dem Ergebnis, soweit zufrieden. Damit ist seine Equipe wieder im Soll. Morgen stehen die schweren Spiele gegen Tschechien und Dänemark an. Das Ziel ist noch immer, den zweiten Gruppenplatz zu erreichen. Mit einer soliden Leistung sollte dies durchaus möglich sein.

 

Samstag, 19. Mai 2018

Dänemark– Schweiz 7 : 11 (1:4, 3:3, 1:3, 2:1)

Schweiz: Henzi, Carballo (2),  Herzog M. (2, Captain), Herzog Joel (2), Milovanovic M., Milovanovic N.,, Herrmann (2), Herzog Philipp (DM),  Dokic, Albers, Pleyer (3), Dudler Y.
Strafen: 9/11                      
Schweiz ohne Cassina (überzählig), Milovanovic N. (verletzt)
Zuschauer: 235                 
Swimming Pool Complex at Podoli, Prag

Mit Kampf und Krampf gewonnen
Der Start verlief für das Schweizer Team optimal. Pleyer, Herzog Joel und Marc sowie Carballo waren für eine schnelle Führung besorgt. Zu Beginn des zweiten Viertels nutzten sie das erste Überzahlspiel zum 5:1 aus. Die Dänen verkürzten mit zwei sehenswerten Kontern, wobei ihnen der Gegner mit ungenügender Defensivarbeit entgegen kam. Die Dänen wählten nun eine etwas unorthodoxe Spielweise und versuchten, die Eidgenossen vermehrt in die Abwehr zu drängen. Dies gelang allerdings nicht, zu unkonzentriert und ineffizient waren sie vor allem Überzahlspiel. Zudem verhalfen sie dem Sterzik Team damit zu mehr Kontermöglichkeiten, was zwangsläufig zu Toren führte. Das letzte Viertel glich mehr einem Kehrausspiel, die Schweizer verloren zunehmend den Faden und waren nur noch besorgt, die Begegnung möglichst schadlos zu beenden. Das Resultat war nun das Wichtigste. Gegen den letzten Gruppengegner Tschechien braucht es eine bedeutende Leistungssteigerung, um den angestrebten zweiten Gruppenplatz zu realisieren.

 

Czech Republic– Switzerland 8 : 8 (2:2, 2:2, 0:2, 4:2)

Schweiz: Henzi, Carballo (1),  Herzog M. (1, Captain), Herzog Joel (2), Milovanovic M. (1), Cassina (1), Herrmann,  Dokic, Albers, Pleyer (2), Albers, Geiser, Dudler Y.
Strafen:  11/5                
Schweiz ohne Herzog Philipp (überzählig), Milovanovic N. (verletzt)
Zuschauer: 300                  
Swimming Pool Complex at Podoli, Prag

Spektakuläres Unentschieden
Das Team von Coach Sterzik war gefordert, um die mässige Leistung gegen Dänemark vergessen zu machen. Entsprechend  motiviert gingen die Akteure an ihre Arbeit. Der Angriff lief von Anfang an äusserst animiert, lediglich der erfolgreiche Torwurf blieb aus. Die Tschechen ihrerseits nutzten die ersten beiden Überzahlspiele effizient und bejubelten entgegen dem Spielverlauf das 2:0.

Kurz vor Viertelsende taten es ihnen die Schweizer gleich und glichen aus. Cassina legte im zweiten Abschnitt wieder vor, aber die Osteuropäer waren mit einem satten Weitschuss wieder im Spiel. Erneut war es Pleyer, immer wieder er, der mit seiner Schusskraft den gegnerischen Goalie überwand. Leider dauerte aber der Vorsprung nicht lange. Mit einem zweifelhaften Treffer, der Ball lag auf der Torlinie, glich die Tschechei wieder aus. Das spannende Spiel stand nun auf Messers Schneide. Die Seiten wurden gewechselt. In dieser Phase konnten die Eidgenossen zwei Tore vorlegen, und mit 6:4 wurde der letzte Abschnitt begonnen. Zwei Ausschlüsse der Schweizer Equipe nutze der Gegner eiskalt aus und realisierte den Gleichstand. Hermann erzielte nochmals die Führung, die Tschechen glichen mit einem Weitschuss aus und konnten mit einem Lobball kurz vor Schluss sogar wieder die Führung übernehmen. Ein letztes Überzahlspiel nutzte Herrmann mit seinem zweiten Treffer zum schlussendlich verdienten Unentschieden. Beide Mannschaften hätten es in der Hand gehabt, die Entscheidung für sich herbei zu führen. Sterziks Spieler zeigten eine sehr engagierte und kämpferisch untadelige Leistung, die umso mehr Beachtung verdient, als drei Stammspieler fehlten. 

 

Sonntag, 20. Mai 2018

Belgium– Switzerland 8 : 9 (2:1, 2:1, 1:3, 3:4)

Schweiz: Henzi, Carballo (1),  Herzog M. (Captain), Herzog Joel, Milovanovic M., Cassina (1), Herrmann,  Herzog Ph. (3), Albers, Pleyer (4), Albers, Geiser, Dudler Y.
Strafen:  4/8       
Schweiz ohne Dokic (überzählig), Milovanovic N. (verletzt)
Zuschauer: 320                  
Swimming Pool Complex at Podoli, Prag

Überragendes Spiel – Rang 3
Im Pool war die Meinung vor dem Spiel um Bronze von den Experten schnell gemacht. Belgien galt aufgrund des bisherigen Turnierverlaufs als klarer Favorit. Die ersten zwei Viertel dominierte dieser dann auch klar, lag er doch bereits mit 4:2 in Führung. Zu Beginn des dritten Umgangs konnte er zudem gleich mit einem Überzahlspiel beginnen, welches kaltblütig genutzt wurde. Nun galt es für die Eidgenossen, gegen den scheinbar übermächtigen Gegner bereits drei Tore aufzuholen. Cassina und Pleyer mit Weitschüssen, und Ph. Herzog von der Flügelposition glichen im dritten Viertel aus.

Die Aufholjagd schien keine Früchte zu tragen, Belgien legte wiederum zwei Tore vor. Aber mit unbändigem Kampfgeist glichen die Schweizer aus und legten sogar zum 8:7 vor. Belgiens Center setzte sich eine Minute vor Schluss durch und glich aus. Ein kluger und überlegter Angriff schloss Herzog Ph. zum Siegtreffer ab. Der Gegner konnte seine letzte Offensive nicht mehr nutzen, die Schlusssirene ertönte. Der Jubel der Schweizer war laut hörbar.

Damit hat Sterziks Equipe ein weiteres Ziel erreicht. In einem sehr stark besetzen Feld mussten nur England und Südafrika der Vortritt gelassen werden. Das junge Team, hervorragend gecoacht, war der Aufgabe gewachsen und hat in einer spannenden und ausgeglichenen Begegnung das bessere Ende für sich behalten. Dem ganzen Team sei für diese ausserordentliche Leistung nur noch herzlich zu gratulieren.

 

Berichte/Bilder: R.Stöckly

2018 EUNations Elite Men Polal
Coach und Team nach der Pokal-/Medaillenübergabe.

 

Read 948 times Last modified on Dienstag, 22 Mai 2018 11:00

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