Erfahrungsbericht Trainingslager Belgrad (Damen)

Written by

Mit dem Ziel, die Vorbereitung für die U19-EM 2014 zu starten, flogen neun Spielerinnen mit ins Trainingscamp nach Belgrad (27.07. - 03.08.2013). Die Rahmenbedingungen waren bekannt, da wir das selbe Hotel wie während den vorhergegangenen Trainingscamps bezogen und auch in den uns bekannten Bädern Tadjmeijdan und Banica trainieren konnten. Neu kamen drei Tage Schnuppertraining mit den Serbinnen in Beceij, ihrem Vorbereitungsort für internationale Wettkämpfe und Trainingslager, dazu.

Text: Headcoach André Kiefner

Am Samstag, 27.07.2013, starteten wir mit sieben Spielerinnen von Zürich Flughafen und waren gegen Mittag bei knapp 40 °C in Belgrad. Unser Shuttlebus wartete bereits auf uns und brachte uns in unser Quartier. Die Spielerinnen hatten bis 18.30 Uhr Zeit sich zu aklimatisieren, um 19.00 Uhr startete dann unser erstes Training.

Ich hatte mich keinerlei Illusionen hingegeben und war deshalb nicht überrascht, die Mädchen im Urlaubsmodus zu übernehmen. Also fing ich mit moderatem Schwimmtraining an und hielt die Belastung im Grundlagenbereich. Hinzu kamen ein paar wenige Sprints und die Spielerinnen lernten das erste Mal, ihren eigenen Puls zu kontrollieren.

Am nächsten Morgen trainierten wir im Tadjmeijdan und abends im Bad Vin Partizan Belgrad im Banica.

Am Montag waren dann auch die anderen beiden Spielerinnen da und mussten erst auch mal eintrainiert werden. Die Einstellung unserer Spielerinnen war wie immer 100prozentig und auch die Stimmung war die beste seit über drei Jahren, wie mir von den Spielerinnen bestätigt wurde.

Am Dienstag starteten wir früh um sechs unseren Trainingstag mit Frühstück und fuhren gegen sieben los in Richtung Beceij. Nach etwas mehr als zwei Stunden Fahrt kamen wir dort an, wo unser Team von den Serbinnen und ihren Trainern erwartet wurden und sofort mit dem Athletiktraining starteten. Zweimal zwei Stunden Wasser und eine Stunde Athletik standen diese drei Tage auf dem Programm, wobei pro Trainingseinheit eine dreiviertel Stunde für Wasserballtechniken verwendet wurden und der Rest dann Sparringsspiele mit den Serbinnen waren.

Diese waren besonders hart für unsere Spielerinnen, da sie noch halbwegs untrainiert und nur zu neunt waren; und damit so gut wie nicht wechseln konnten. Dies vor allem am ersten Tag, an dem ich unseren beiden später angereisten Mädchen ein Sondertraining verordnet hatte, das, wie sich später herausstellte, sehr gut war, weil die beiden dadurch immer besser zur Mannschaft fanden.

Die Heimfahrten starteten dann immer am Abend gegen sieben, so dass wir gegen viertel nach neun im Hotel waren und essen konnten. Die Heimfahrten nutzten die Spielerinnen und ich für intensive Gespräche und ich hatte das Gefühl, dass diese Gespräche das erste Mal auch ein Umdenken im Team bewirkte. Die Spielerinnen richteten sogar einen Chatroom ein, zu welchem auch ich und unser Teamchef Willi eingeladen wurden und jetzt beteiligt sind.

Die letzten beiden Trainingstage standen unter dem Aspekt des Zweikampfverhaltens und kleinerer Trainingsspiele.

Fazit: Serbien 2013 war ein hocheffektives Trainingslager für alle Teilnehmerinnen mit einem guten Kern der hoffen lässt. Die Einstellung aller Sportlerinnen war hervorragend, die Organisation durch Willi Dzodic perfekt! Wenn es uns gelingt, beim nächsten Zusammenzug in Tenero mit unseren Spielerinnen bereits auf einer guten Grundlage zu starten, kann die die Effektivität noch gesteigert werden.

(Freitag, 09.08.2013)

 

Read 3613 times Last modified on Dienstag, 13 Juni 2017 15:38

Meistgelesen

EM Barrage-Spiel Schweiz-Israel

 UNTERSTÜTZE DAS TEAM HIER --> Die Schweizer Nationalmannschaf...

Read more

RL Anmeldungen

1. RL Ost/NordTeams 1. RL West Teams 2. RL Ost/Nord Teams 2. RL West Teams...

Read more