Montag, 08 September 2014 00:00

Schweizerinnen verschlafen den Start

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Es waren gerade mal zwei Minuten gespielt, und schon lagen die Schweizerinnen in ihrem ersten Spiel der U19 Europameisterschaften Damen in Ostia/Rom mit 0:5 gegen die favorisierten Italienerinnen in Rückstand. Es war jedoch nicht nur die körperliche, technisch und taktische Überlegenheit der Gastgeberinnen, welche den grossen Unterschied ausmachte. Auch die fehlende Erfahrung des jungen Schweizer Teams führte dazu, dass dieses zu lange brauchte, um zu ihrem Spiel zu finden.

Das 0:11 zur ersten Pause verhiess nichts Gutes, doch gab sich das Team nicht auf, versuchte ihr Spiel zu spielen und wurde Mitte des zweiten Viertels mit dem ersten Tor von Katja Rauber zum 1:16 belohnt. Im dritten Spielabschnitt gelang auch Athena Grandis der erste ihrer drei Treffer und erneut Katja Rauber doppelte im letzten Viertel nach (3:25).

Das Schlussresultat von 5:33 ist hoch, liegt aber im Bereich dessen, was auch einige der vorangegangenen Spiele gezeigt hatte: Die U19-EM wird in einer Zweiklassengesellschaft gespielt, in welcher Russland, Holland, Italien, Spanien, Griechenland und vermutlich auch Ungarn (am ersten Tag spielfrei) dominieren und sich die anderen Teams im Direktvergleich auf Schadensbegrenzungen und das Sammeln internationaler Spielpraxis beschränken müssen.

Headcoach André Kiefner war zurecht zufrieden mit der Leistung seiner Spielerinnen, die gekämpft und nie aufgegeben hatten. Der Schweiz bietet sich am Dienstag (11.30 Uhr) die nächste Chance, gegen die Ukraine, die wohl eher in ihrer Reichweite liegt, erste EM-Punkte zu gewinnen.

(Montag, 8. September 2014 / wb)

Last modified on Dienstag, 13 Juni 2017 15:58

Die U19 Europameisterschaften Damen in Rom haben begonnen!

Die Schweiz spielt ihre erste Partie heute Abend (19.00 Uhr) gegen Gastegeber Italien.

Viertelsresultate der Schweizer Spiele, Fotos und News auf https://www.facebook.com/Swisswaterpolo,
LIVE  WEBCAST auf: http://www.len.eu/LEN/multimedia/webcast.aspx

 

 

Last modified on Dienstag, 13 Juni 2017 15:56
Mittwoch, 03 September 2014 00:00

Vergleich auf höchstem europäischen Niveau

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Am Sonntag, 7. September 2014, um 20.00 Uhr startet das Schweizer U19-Team Damen gegen Gastgeber Italien in die U19 Wasserball Europameisterschaften Damen in Ostia/Rom. Die Italienerinnen, Dritte der letzten U19-EM 2012, sind in dieser Partie klare Favoriten und gehören sich wieder zu den Anwärterinnen für die Finalrunde dieser Titelkämpfe. Die Schweizerinnen dürfen sich auf ihren ersten Vergleich mit einem europäischen Topteam freuen und auf ihre Chance gegen die Ukraine (Dienstag, 9. September 2014, 12.30 Uhr) hoffen.

Da das Teilnehmerfeld mit 14 Teams auf vier Gruppen aufgeteilt werden musste, ergibt sich, dass neben den Zweit- auch die Letztplatzierten der beiden Dreiergruppen bereits für die Zwischenrunde qualifiziert sind – die Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Viertelfinale. So steht auch für das Team von Headcoach André Kiefner fest, dass es nach der Gruppenphase noch mindestens zu weiteren drei Spielen antreten kann.

Unabhängig vom Resultat gegen die Ukraine, 10. und Zweitletzte der U19-EM 2012, würde in der Zwischenrunde damit die Niederlande oder Israel auf die Schweizerinnen warten. Doch auch gegen die Ukraine ist die Schweiz Aussenseiterin, verfügen die Spielerinnen doch erst über internationale Erfahrungen aus den vier Spielen des 5-Länderturniers vom August 2014 in Thun.

Die Schweizerinnen reisen am Freitag direkt aus einem letzten Trainingslager in Serbien an, wo die Schwerpunkte vor allem im Schuss- und Techniktraining lagen.

Schlussrangliste Women's Water Polo LEN Under 19 European Championship 2012, Chelyabinsk (RUS)
1. Russland
2. Ungarn
3. Italien
4. Griechenland
5. Spanien
6. Niederlande
7. Grossbritannien
8. Frankreich
9. Deutschland
10. Ukraine
11. Türkei

U19 Wasserball Europameisterschaften Damen in Ostia/Rom, Italien, 7. – 14. September 2014

Gruppeneinteilung
Gruppe A: Niederlande, Ungarn, Israel
Gruppe B: Griechenland, Slowakei, Grossbritannien, Portugal
Gruppe C: Italien, Ukraine, Schweiz
Gruppe D: Spanien, Russland, Türkei, Serbien

Spielplan Gruppenphase
Sonntag, 7. September
12.30 Niederlande – Israel
14.00 Griechenland – Grossbritannien
15.30 Slowakei – Portugal
17.00 Spanien – Türkei
18.30 Russland– Serbien
20.00 Italien– Schweiz

Montag, 8. September
12.30 Portugal – Grossbritannien
14.00 Griechenland – Slowakei
15.30 Serbien – Türkei
17.00 Spanien – Russland
18.30 Niederlande – Ungarn
20.00 Italien – Ukraine

Dienstag, 9. September
12.30 Ukraine – Schweiz
14.00 Spanien – Serbien
15.30 Russland – Türkei
17.00 Ungarn – Israel
18.30 Griechenland – Portugal
20.00 Slowakei – Grossbritannien

Die Erstklassierten qualifizieren sich für das Viertelfinale vom Donnerstag, 11. September, die Zweit- und Drittklassierten spielen am Mittwoch, 10. September, die nächste Runde. Halbfinale und Finale finden am Samstag 13. und Sonntag 14. September statt.

Mittwoch, 10. September
15:30 (19)RM1 2A – 3C (als Gruppendritte)
17:00 (20)RM2 2C – 3A (als Gruppenzweite) 
18:30 (21)RM3 3B – 3D
20:00 (22)RM4 2D – 3B

Donnerstag, 11. September
14:00 (23)13°/14° 4B – 4D
15:30 (24)QF1 WRM1 – 1D (ev. bei Sieg in der Zwischenrunde)
17:00 (25)QF2 WRM2 – 1B (ev. bei Sieg in der Zwischenrunde)
18:30 (26)QF3 WRM3 – 1C
20:00 (27)QF4 WRM4 – 1A

Freitag, 12. September
17:00 (28)QF5 LRM1 – LRM3 (ev. bei Niederlage in der Zwischenrunde)
18:30 (29)QF6 LRM2 – LRM4 (ev. bei Niederlage in der Zwischenrunde)

Samstag, 13. September
12:30 (30)11°/12° LQF5 – LQF6
14:00 (31)9°/10° WQF5 – WQF6
15:30 (32)SF1 LQF1 – LQF3
17:00 (33)SF2 LQF2 – LQF4
18:30 (34)SF3 WQF1 – WQF3
20:00 (35)SF4 WQF2 – WQF4

Sonntag, 14. September
15:00 (36)7°/8° LSF1 – LSF2
16:30 (37)5°/6° WSF1 – WSF2
18:00 (38)3°/4° LSF3 – LSF4
19:30 (39)1°/2° WSF3 – WSF4

(Mittwoch, 3. september 2014 / wb)

Last modified on Dienstag, 13 Juni 2017 15:56
Dienstag, 15 Juli 2014 00:00

Wasserballfamilie Badulescu

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Lesen Sie die Reportage über die Wasserballfamilie des Direktors von Swiss Waterpolo:

Big Spick Juni 2014: Eine Familie verschreibt sich dem Wasserballsport

Last modified on Dienstag, 13 Juni 2017 15:52

Nach fünf Jahre als Damentrainer des SC Winterthur wollte sich Stephan Müller Ende der Saison eigentlich aus dem Wasserball zurückziehen. Doch so, wie er aus Not am Mann damals Trainer geworden ist, übernimmt der 49jährige selbständige Zahnarzt nun die Verantwortung für die Nationalliga Damen von Swiss Waterpolo.

Die Frage nach seiner Motivation, diesen Posten zu übernehmen, beantwortet Stephan Müller mit einem Namen: „Michael“. Als er vom Direktor von Swiss Waterpolo, Michael Badulescu, gehört hatte, dass die Damenliga in ihrer Existenz gefährdet ist, wenn sich nicht jemand bereit erklärt, die Verantwortung dafür zu übernehmen, sagte Stephan Müller ohne Zögern zu.

Der Zufall führt Regie
Denn zu stark ist ihm der Wasserballsport der Damen in den letzten Jahren ans Herz gewachsen. Obschon er eher zufällig in diese Sparte rutschte. Als Spieler begann Stephan Müller bei Zug, wechselte dann zu Aquastar und Kloten. Da dort die Spielerdecke dünner und dünner wurde und gleichzeitig in Winterthur Not am Mann war, wechselte er mit seinem Sohn und zwei weiteren Spielern zum SCW. Wo er dann nach dem Rücktritt der Trainerin der Damenmannschaft diese Aufgabe übernahm - weil einmal mehr Not am Nann war...

Mehr Leistungsbereitschaft gefordert
„Wir haben zu wenige Spielerinnen“, beschreibt Stephan Müller das Problem im Schweizer Damenwasserball, „in Ungarn stehen den Clubtrainer beispielweise 30 Spielerinnen eines Jahrganges zur Auswahl zu Verfügung. Dazu kommt, dass viele Schweizer Spielerinnen Wasserball nur aus Spass betreiben und nicht bereit sind, mehr Zeit ins Training zu investieren. „Und dann sind sie frustriert, wenn sie verlieren, obwohl Niederlagen oft auf zu wenig Training zurückzuführen ist – ein Teufelskreis.“

Parallelen zu den Herren
Um aus diesen ausbrechen zu können, braucht es für der Vater von Leo Müller, der in der 1. Mannschaft des SC Horgen spielt, neben mehr Leistungsbereitschaft der Spielerinnen auch mehr Meisterschaftsspiele. So möchte er seine Idee, die er vor Jahren schon einmal mit Clubverantwortlichen diskutiert hat, und die ab nächste Saison bei den Herren realisiert wird – die „Swiss Trophy“, eine Vorsaison ohne Ausländerinnen – nochmals zur Diskussion stellen.

(Mittwoch, 2. Juli 2014 / wb)

Last modified on Dienstag, 13 Juni 2017 15:54

(Foto: Armin Besmer)

In den vergangenen Monaten musste Nationalcoach André Kiefner jeweils froh sein, wenn er genügend Spielerinnen für sein Nationalteam Damen zur Verfügung hatte – am kommenden Freitag (18. April 2014) rücken nun über 20 Spielerinnen in das Trainingslager ein, das traditionsgemäss in Serbien (Belgrad) durchgeführt wird. Und der Nationalcoach darf mit Freuden feststellen, dass das Interesse, für die Schweiz zu spielen, bei den jungen Spielerinnen wieder gestiegen ist.

Grund dafür dürfte die bevorstenhende internationalen Grossanlässe sein, an welchen die Schweizer Damen teilnehmen werden: die U19-Europameisterschaften in Rom vom 7. – 14. September 2014 und die U17 Nachwuchs Olympiade 2015 im aserbeidschanischen Baku. Auf diese Anlässe ausgerichtet wurden in diesem Jahr die Sichtungstrainings zur Erweiterung des Kaders durchgeführt.

„Wir haben sehr viele jungen Spielerinnen dabei, die jüngste ist gerade mal 11 Jahre alt“, beschreibt André Kiefner die aktuelle Situation. So soll eine Gruppe von Spielerinnen auf die U19-EM hin zu einem Team zusammengeführt und die jüngeren Spielerinnen zu einer künftigen U17-Auswahl aufgebaut werden. „Und längerfristig, das heisst über mehrere Jahre hinweg, sollten wir uns den europäischen Top 12 annähern können“, fügt der Nationalcoach an.

Das Programm des Trainingslagers ist dicht – neben täglich zwei Wassertrainings sind zusätzliche Kraft- und Athletikeinheiten geplant. André Kiefner will so herausfinden, welche Spielerinnen über das notwendige Potential an Wettkampfresistenz verfügen, um in Zukunft ein mehrtägiges Turnier durchstehen zu können. Daneben gilt ein weiterer Schwerpunkt dem Zusammenwachsen als Team. Dazu spielen die Schweizerinen in zwei Teams vom 20. - 23. April 2014 in Becaj ein kleines 4-Nationenturnier gegen Ungarn, Kroatien und Serbien. 

Aus diesen Grund stehen in der Theoriestunden auch Themen wie Erholung, Teambildung und die Förderung des Bewusstseins für internationale Einsätze statt taktischer Einheiten auf dem Plan. Und natürlich auch Trainingsspiele unter Wettkampfbedingungen gegen die serbischen Nachwuchsspielerinnen, welche noch bis Ostern ihre Playoffs spielen.

(Dienstag, 15, April 2014 / wb)

Last modified on Dienstag, 13 Juni 2017 15:53
Last modified on Mittwoch, 15 Juli 2015 16:33
Mittwoch, 02 Oktober 2013 00:00

Die Damen im 3T Camp in Tenero

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Vom 22. bis 28. September 2013 trainierten auch die Schweizer Wasserballdamen im 3T-Camp in Tenero. Aufbauend auf das Trainingslager vom Juli in Belgrad sollte es ein weiterer Schritt in der Vorbereitung auf die U19 Europameisterschaften im nächsten Jahr gemacht werden. Damit dieser Weg kontinuierlich weiter verfolgt werden kann, hatte Headcoch André Kiefner für jede Spielerin, die in Belgrad dabei war, und die an der U19 EM spielen will, individuelle Athletik-, Kraft- und Schwimmtrainingspläne geschrieben. Die Motivation der Spielerinnen in Belgrad war so hoch gewesen wie noch nie und liess einiges erhoffen…

Leider musste über die Jahre immer wieder beobachtet werden, dass nach einem Trainingslager das Erlernte nicht in den Vereinen weiterentwickelt, sondern teilweise gar zurückentwickelt wurde. Dem sollten die Trainingspläne vorbeugen. Vor allem erhoffte sich der Coach, auf einem höheren Level in das Trainingslager einsteigen und einen grösseren Fortschritt erzielen zu können. Schon in Belgrad wurde den Spielerinnen vermittelt, dass das Trainingslager in Tenero vor allem für Training im Sprintausdauerbereich und für die Beinarbeit genutzt werden sollte. Dementsprechend hatte André Kiefner allen Spielerinnen für sieben Wochen individuelle Trainingspläne im Schwimmen, basierend auf ihren Bestzeiten, erarbeitet und ihnen zukommen lassen.

Zuerst Ernüchterung...
Die Mannschaftssitzung am Sonntag brachte die grosse Ernüchterung: Von geplanten 18 Spielerinnen waren nur deren zehn angereist – darunter alle Spielerinnen, die in Belgrad waren. Im ersten Meeting stellte sich schnell heraus, dass jede einzelne Spielerin zusätzlich zu ihrem normalen Training im Verein trainiert hatte. Vor allem Lauftraining und Athletik wurde ergänzend trainiert. Im Wassertraining konnte, ausser bei den Thunerinnen, der Schwimmtrainingsplan des Naticoaches selten oder meist gar nicht umgesetzt werden. Dafür wurden mehrere, durchaus plausible Gründe angegeben. Hier besteht in Einzelgesprächen mit den jeweiligen Trainer noch Potential zur Verbesserung der Situation. Erfreulich war jedoch, dass ausnahmslos alle Spielerinnen hoch motiviert waren und sich auf das Trainingslager freuten!

Am Montag wurde nach einem halbstündigen Ausdauerlauf im GA1 mit dem Krafttraining begonnen. Dafür hatte der Headcoach für jede Spielerinn alle Basisübungen für die Rumpfmuskulatur zusammengestellt und ausgedruckt, so dass jede Spielerin die Übungen dann auch zu Hause weiter machen kann. Im Krafttraining wurden alle Übungen durchtrainiert und die Schwerpunkte erarbeitet. Danach kam die erste Wassereinheit. Dort wurde der erste Schwimmtest durchgeführt: 8 x 22,5m (eine Bassinbreite). Die Zeiten, die geschwommen wurden, waren nicht sehr aussagekräftig, da es keinerlei Vergleichswerte gab. Aber der Tenor der Spielerinnen war interessant: "Ich hätte schon noch gekonnt, aber es ging nicht schneller. Kraft habe ich noch genug!" oder "Als ich so richtig Fahrt aufgenommen hatte, war es schon zu Ende!"Danach trainierten die Damen noch verschiedene Beinübungen und Schnelligkeitsübungen.

...dann hartes Training
Am Montagnachmittag und den darauffolgenden Tagen wurde im intensiven Bereich (ca. Stufe 16/17 nach Borg, oder 7-8 nach der modifizierten Borgskala) trainiert. In der Theorie besprachen das Team noch ihr Commitment, welches auf Basis der in Belgrad erarbeiteten Charta von den Spielerinnen in ihrem Sinne bis Ende Woche überarbeitet wurde.
Die Stimmung der Athletinnen war durchweg sehr gut, ebenso die Motivation, die Trainingseinstellung, die Umsetzung der Aufgaben teilweise hervorragend. Den grössten Qualitätssprung machte Sanja Badulescu, die in diesem Trainingslager in jeder Trainingseinheit für alle anderen als Vorbild galt. Schwimmerrisch setzte sie immer wieder Akzente und riss somit das Team bei den harten Sprinttests immer wieder mit. Ballbehandlung und Beinarbeit waren sehr gut, vor allem wenn die Spielerinnen "beissen" musste.
Das erste Mal in Tenero hatte keine Spielerin irgendeine Verletzung oder benötigte ein Tape! Kopfschmerzen, Muskelkater oder leichte Zerrungen wurden ignoriert oder galten als nicht erwähnenswert. Headcoach André Kiefner zieht eine positive Bilanz: „Es hat mir als Trainer unglaublich viel Spass gemacht, so eine Mannschaft zu trainieren, und ich denke, dass mit diesen Spielerinnen zu rechnen ist!“
Kurzer Hand konnte für Sonntagabend noch Schiedsrichterin Ursula Wengenroth aufgeboten werden um für den gesamte Nachwuchs am Mittwochabend über die neuen Regeln zu referieren und sich allen Fragen zu stellen. Das Feedback der Spielerrinnen und Spieler hierzu war hervorragend.
In der Auswertung der Mannschaft zu den neuen Regeln waren sich alle einig: Das Wasserballspiel wird aller Voraussicht nach erheblich dynamischer und schneller mit verstärkten spielerischen Akzenten. Dieser Entwicklung wurde mit dem Trainingslager in Tenero Rechnung getragen.
Das Fazit von Headcoach André Kiefner: „Das Trainingslager war das beste in Tenero, seit dem ich dabei bin! Meine wichtigste Aufgabe besteht darin, den Kader sofort zu erweitern und noch zehn Spielerinnen dazuzuholen. Wenn das gelingt und die Stimmung im Team bleibt, werden wir eine gute Mannschaft zur U19 EM aufbieten können.“

(Text auf Basis des Schlussberichtes von André Kiefner)

Last modified on Dienstag, 13 Juni 2017 15:44
Sonntag, 15 September 2013 00:00

U19-Nati Damen mit konkretem Ziel

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Nun steht es fest: Im LEN-Kalender sind Datum und Austragungsort für die Damen-U19-Europameisterschaften 2014 definiert. Im Turnier, welches vom 7. - 14. September 2014 in Rom stattfinden wird, werden auch die Schweizerinnen mitspielen. Denn nun steht auch fest, dass das Team nicht den Weg über ein Qualifikationsturnier gehen muss, sondern direkt qualifiziert ist.

 „In den nächsten zwei Jahren soll sich dieses Team an der EM in ihrer Altersklasse unter die ersten Zwölf spielen, mittelfristig ist dies auch das Ziel für eine Damennationalmannschaft, die daraus wachsen soll“, hatte Naticoach André Kiefner in diesem Jahr seine Strategie definiert.

Der Headcoach schätzt den Leistungsstand seines Teams bereits als gut ein und ist zuversichtlich, dass er mit dem dünnen Kader die gesteckten Ziele erreichen kann. Denn wichtiger als die Breite des Kaders ist das Commitment welches die Spielerinnen für den Leistungssport abgegeben haben. Und an der Motivation hat es bisher nie gefehlt – diese dürfte mit dem klaren Ziel vor Augen nun noch gewachsen sein.

(Donnerstag, 03. April 2014 / wb)

Last modified on Dienstag, 13 Juni 2017 15:42

Mit dem Ziel, die Vorbereitung für die U19-EM 2014 zu starten, flogen neun Spielerinnen mit ins Trainingscamp nach Belgrad (27.07. - 03.08.2013). Die Rahmenbedingungen waren bekannt, da wir das selbe Hotel wie während den vorhergegangenen Trainingscamps bezogen und auch in den uns bekannten Bädern Tadjmeijdan und Banica trainieren konnten. Neu kamen drei Tage Schnuppertraining mit den Serbinnen in Beceij, ihrem Vorbereitungsort für internationale Wettkämpfe und Trainingslager, dazu.

Text: Headcoach André Kiefner

Am Samstag, 27.07.2013, starteten wir mit sieben Spielerinnen von Zürich Flughafen und waren gegen Mittag bei knapp 40 °C in Belgrad. Unser Shuttlebus wartete bereits auf uns und brachte uns in unser Quartier. Die Spielerinnen hatten bis 18.30 Uhr Zeit sich zu aklimatisieren, um 19.00 Uhr startete dann unser erstes Training.

Ich hatte mich keinerlei Illusionen hingegeben und war deshalb nicht überrascht, die Mädchen im Urlaubsmodus zu übernehmen. Also fing ich mit moderatem Schwimmtraining an und hielt die Belastung im Grundlagenbereich. Hinzu kamen ein paar wenige Sprints und die Spielerinnen lernten das erste Mal, ihren eigenen Puls zu kontrollieren.

Am nächsten Morgen trainierten wir im Tadjmeijdan und abends im Bad Vin Partizan Belgrad im Banica.

Am Montag waren dann auch die anderen beiden Spielerinnen da und mussten erst auch mal eintrainiert werden. Die Einstellung unserer Spielerinnen war wie immer 100prozentig und auch die Stimmung war die beste seit über drei Jahren, wie mir von den Spielerinnen bestätigt wurde.

Am Dienstag starteten wir früh um sechs unseren Trainingstag mit Frühstück und fuhren gegen sieben los in Richtung Beceij. Nach etwas mehr als zwei Stunden Fahrt kamen wir dort an, wo unser Team von den Serbinnen und ihren Trainern erwartet wurden und sofort mit dem Athletiktraining starteten. Zweimal zwei Stunden Wasser und eine Stunde Athletik standen diese drei Tage auf dem Programm, wobei pro Trainingseinheit eine dreiviertel Stunde für Wasserballtechniken verwendet wurden und der Rest dann Sparringsspiele mit den Serbinnen waren.

Diese waren besonders hart für unsere Spielerinnen, da sie noch halbwegs untrainiert und nur zu neunt waren; und damit so gut wie nicht wechseln konnten. Dies vor allem am ersten Tag, an dem ich unseren beiden später angereisten Mädchen ein Sondertraining verordnet hatte, das, wie sich später herausstellte, sehr gut war, weil die beiden dadurch immer besser zur Mannschaft fanden.

Die Heimfahrten starteten dann immer am Abend gegen sieben, so dass wir gegen viertel nach neun im Hotel waren und essen konnten. Die Heimfahrten nutzten die Spielerinnen und ich für intensive Gespräche und ich hatte das Gefühl, dass diese Gespräche das erste Mal auch ein Umdenken im Team bewirkte. Die Spielerinnen richteten sogar einen Chatroom ein, zu welchem auch ich und unser Teamchef Willi eingeladen wurden und jetzt beteiligt sind.

Die letzten beiden Trainingstage standen unter dem Aspekt des Zweikampfverhaltens und kleinerer Trainingsspiele.

Fazit: Serbien 2013 war ein hocheffektives Trainingslager für alle Teilnehmerinnen mit einem guten Kern der hoffen lässt. Die Einstellung aller Sportlerinnen war hervorragend, die Organisation durch Willi Dzodic perfekt! Wenn es uns gelingt, beim nächsten Zusammenzug in Tenero mit unseren Spielerinnen bereits auf einer guten Grundlage zu starten, kann die die Effektivität noch gesteigert werden.

(Freitag, 09.08.2013)

 

Last modified on Dienstag, 13 Juni 2017 15:38