Ein Versprechen für die Zukunft

Dienstag, 22 April 2014 00:00
  • font size: decrease font size increase font size
  • Print
  • Email

Fünfter Platz am 8-Nationenturnier von Brno (CZ), 3 Siege aus 5 Spielen, ein Torverhältnis von 74:35 – das sind die nackten Fakten nach einer bemerkenswerten Leistung einer Schweizer U17-Auswahl, die vor dem Turnier kaum über internationale Erfahrung verfügte, sich aber über Ostern im wie auch neben dem Bassin mit einem souveränen und disziplinierten Auftritt für weitere Aufgaben empfohlen hat. Zum Beispiel für die EM-Qualifikation im nächsten Jahr, in welcher das Teilnehmerfeld für die Titelkämpfe 2016 in Malta bestimmt wird.

Doch trotz des Erfolges bleibt Teamchef Werner Stohler kritisch. „Gegen Polen (6:12) hätten wir gewinnen müssen – unser Platz in diesem Turnier hätte aufgrund der Spielstärke der dritte sein müssen.“ Eine Beurteilung, die Perspektiven für die Zukunft eröffnet.

Umso mehr, als die Schweizer überwiegend mit Spielern der Jahrgänge 1998 und 1999 antraten, die auch im nächsten Jahr noch spielberechtigt sind.

Keine optimale Vorbereitung

Noch bis kurz vor dem Turnier in Brno hatte die Teamleitung mit Werner Stohler und U17-Nationaltrainer Janos Halapi daran gezweifelt, ob es richtig ist, teilzunehmen. Denn die Meisterschaftsplanung der Nationalliga B, in welcher das U17-Team mitspielt, erlaubt keine regelmässige Trainings und Zusammenzüge der Nachwuchsspieler.

„Doch wir waren am richtigen Ort“, gesteht sich Stohler im Nachhinein ein, „das Turnier war stufengerecht, wir können sichtbare Resultate vorweisen und durften erkennen, dass wir Potential gegen vorne haben.“ Und dies trotz einer Auslosung, welche den Schweizern bereits in den Gruppenspielen den späteren Turniersieger Maalta und den Turnierdritten Polen bescherte.

Optimaler Einstieg

Das erste Spiel gegen ein überfordertes Schottland – „Scottish Boys U17 team had a baptism of fire (Feuertaufe) in the 8-Nations in Brno“, beurteilt der eigene Verband – bekundeten die Schweizer keine Mühe und gewannen sicher mit 28:3. Gegen den späteren Turniersieger Malta, dessen Team im Hinblick auf die EM im eigenen Land über längere Zeit täglich zusammen trainiert, kämpften die Schweizer hervorragend und verloren nur knapp mit 6:11.

Die Niederlage gegen den späteren Dritten Polen (6:12) sieht Werner Stohler als Schlüsselpartie des Turniers: „Diese Partie hätten wir zu unseren Gunsten entscheiden müssen.“ Doch statt im Halbfinal mussten die Schweizer in den Playoffs gegen Wales antreten – und gewannen erneut gegen ein Team der britischen Inseln klar mit 21:4.

Engagiert und diszipliniert

Im fünften Spiel innert drei Tagen zeigte der Schweizer Nachwuchs nochmals Charakter: Trotz der grossen Müdigkeit spielten die Schweizer sehr diszipliniert und sicherten sich mit einem klare 13:5 Sieg gegen Tschechien den guten 5. Platz. „Erfreulich war auch, dass unser Team – im Gegensatz zu einigen andere Nationen – diese Disziplin auch neben dem Bassin und am Abend zeigte“, freut sich Werner Stohler.

Teamchef Werner Stohler und U17-Nationaltrainer Janos Halapi ziehen ein positive Bilanz, denn das Konzept, die Strukturen mit dem Perspektivenkader U15 in Carouge sowie den 3T-Trainingslagern in Tenero stimmen, die zukünftige Saisonverlängerung durch die neue ‚Schweizer Meisterschaft‘ sei vielversprechend, die Spieler engagiert – es gebe keine Ausreden mehr.

Alles in allem sei Brno eine „gelungene Kampagne“ gewesen, glaubt Werner Stohler – und fügt an: „Noch nie waren die Voraussetzungen so gut. Und es ist noch viel mehr möglich.“

Das Team von Brno:

G. Domokos (Basel); N. Krstic (Bissone); A. Bottaccio, I. Kusar (Carouge); V. Albers, M. Calcagno, M. Lindner, J. Möckli, D. Müller, D. Strickner, Y. Dudler (Kreuzlingen); J. Schmuki, Y. Schmuki, M. Corbach (Schaffhausen), S. Mejdi (Zug)
Nationaltrainer: Janos Halapi, Teamchef: Werner Stohler

 

 brno

 

(Dienstag, 22. April 2014 / wb)

Read 2872 times